Aufhebung des Fütterungsverbotes mit Schlachtnebenprodukten

 

Aufhebung des Fütterungsverbotes mit Schlachtnebenprodukten

 

Vor zehn Jahren wurde anlässlich des BSE-Ausbruchs ein Fütterungsverbot für einige Schlachtnebenprodukte eingeführt.

Jetzt werden wieder Stimmen laut, ob die in Zukunft rasant wachsende Weltbevölkerung auf Schlachtnebenprodukte als Eiweißquelle verzichten könne.

Experten erklären, dass Nebenprodukte aus der Schweine- und Geflügelschlachtung nicht von dem großen BSE-Risiko betroffen seien, so dass hier auch andere Maßstäbe gelten könnten als zum Beispiel für Nebenprodukte aus der Rinderschlachtung.

Schweine- und Geflügelnebenprodukte der Risikokategorie III wiesen ein besonders niedriges Risikopotential auf und sollten in Form von tierischen Fetten und Proteinen wieder zur Fütterung an Nicht-Wiederkäuer zugelassen werden. Für Teile von Rindern sei diese Art der Verwertung aber auszuschließen.

Leider vergisst man, dass es heimische Eiweißträger mit sehr großem Potenzial gibt. Es wird verschwiegen, dass Wiesengras über die Grünfuttertrocknung einen sehr hohen Eiweißgehalt hat und die Verfütterung von Soja wahrscheinlich aus Kostengründen und aufgrund des geringeren Arbeitsaufwandes vorgezogen wird. Für die Futtermittelindustrie ist bei Verwendung von Soja oder Schlachtnebenprodukten zur Herstellung von Futtermittel mehr zu verdienen.

Trotz der sehr selten auftretenden Krankheitsfälle gibt es keine Entwarnung bei BSE.

Wenn die Einschränkungen gelockert werden, besteht die Gefahr, dass diese Produkte wieder für die Fütterung von Wiederkäuern verwendet werden.

 



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