Bedeutung der Tiere in den Konfessionen Teil 3: Islam

 

Bedeutung der Tiere

in den Konfessionen Teil 3: Islam

 

Nachdem wir in unseren letzten Ausgaben über die Bedeutung der Tiere im Christentum und Judentum berichtet haben, setzen wir diesmal mit dem Islam fort. 

Viele Mohammedaner legen Wert darauf, dass Mohammed nicht eine neue Religion gegründet hat, sondern der seit Adams Zeiten bestehenden Urreligion ihre höchste und endgültige Form verliehen hat. Denn nach dem Koran waren, beginnend mit Adam über Abraham  bis Jesus alle in der Bibel genannten Rechtschaffene, die den wahren Glauben hatten und die Lehre Mohammeds vorbereiteten. Eine besondere Bedeutung kommt unter diesen Abraham zu, denn dieser war ein Hanif, ein Vertreter des reinen Monotheismus. (Helmuth von Glasenapp, „die Fünf Weltreligionen“).

Mohammed soll auch wie alle echten Propheten sehr genügsam gelebt und sich von Gerste Brot, Datteln und Quellwasser ernährt haben. Es ist auch überliefert, dass er ein großer Tierfreund war. Der Prophet erklärte, dass der Kampf gegen die eigenen niederen Neigungen und gegen die egoistischen Triebe in den Augen Gottes wohlgefällig sei.

 An vielen Stellen des Korans wird auf die Stellung der Tiere vor Gott und die Verantwortung gegenüber den Tieren hingewiesen und es werden Ernährungsratschläge gegeben. Hier einige Beispiele aus dem Koran:

Der Eine, der die Erde für euch bewohnbar machte und dem Himmel eine Struktur gab, Er sendet vom Himmel Wasser, um alle möglichen Früchte zu eurer Nahrung zu erzeugen.
(Der Koran, Sure 2: Die Kuh, Vers 22)
Verboten für euch (zur Nahrung) sind: Totes Fleisch, Blut, Schweinefleisch und das, was einen anderen Namen als Allah angerufen hat, was getötet wurde durch Erdrosseln oder durch einen gewalttätigen Schlag oder durch einen Fall kopfüber oder durch Verbluten.
(Der Koran, Sure 5: Der Tisch, Vers 3)
Alle Geschöpfe auf Erden und all die Vögel, die mit Schwingen fliegen, sind Gemeinschaften wie ihr. All diese Geschöpfe werden zu ihrem Herrn gerufen werden.
(Der Koran, Sure 6: Das Vieh, Vers 38)
Und durch dieses Wasser bringen Wir euch Gärten von Dattelpalmen und Weinreben, worin ihr reichlich Früchte findet und von denen esst ihr. Ihr findet dort auch einen Baum, der aus den Ländern um den Berg Sinai stammt und Öl sowie Genuss für alle hervorbringt.
 (Der Koran, Sure 23: Die Gläubigen, Verse 19-20)
Wir bauen darin Gärten von Dattelpalmen und Trauben und lassen Quellen reichlich fließen. Mögen sie mit Früchten versorgt sein und mit eigenen Händen herstellen, was sie brauchen.
(Der Koran, Sure 36: Ya-Sîn, Verse 34-35)
Ihr werdet in ihm alle möglichen Früchte finden, die ihr essen könnt.
(Der Koran, Sure 43: Die Zierde, Vers 73)
Und Wir schicken gesegnetes Wasser vom Himmel, um Gärten zu bebauen und Getreide für die Ernte reifen zu lassen. Hohe Dattelpalmen mit reichlich Früchten als Vorräte für die Menschen.
 (Der Koran, Sure 50: Qaf, Verse 9-11)

Allah wird mit keinem Erbarmen haben, außer mit jenen, die Erbarmen haben mit anderen Geschöpfen. Wo es reichlich Gemüse gibt, werden jede Menge Engel herabkommen.
Der Prophet Muhammad (Mohammed), Hadîth

Einstmals sagte der Gesandte (Prophet) Allahs zu seinem Cousin ‘Alî: "O ‘Alî, du solltest kein Fleisch essen. Wenn du vierzig Tage Fleisch isst, werden in dir solche Eigenschaften erwachsen. Solche Handlungen werden in dich kommen. Ihr Blut wird in dich kommen. Ihre Eigenschaften und Handlungen werden in dich kommen. Aus diesem Grunde werden sich deine menschlichen Eigenschaften verändern, deine mitfühlenden Eigenschaften werden sich ändern, die Essenz deines Körpers wird sich ändern. O ‘Alî, du solltest kein Fleisch essen. Du musst es reduzieren. Iss das nicht!"
Muhammad Rahîm Bawa' Muhayad-dîn, Islamischer Sufi-Heiliger

Doch tauchen im Koran, ebenso wie in der Bibel  Widersprüche auf, welche die Vermutung zulassen, dass die göttlichen Offenbarungen später von Menschenhand bewusst verändert wurden.

Unsere Erkenntnis: Es gibt also im Islam, der  ebenfalls Abraham als Urvater ansieht, wie im Judentum und der Christenheit viele Hinweise, wie der Mensch Tiere behandeln soll. Interessant ist, dass ursprünglich in der Sure 2 der Konsum von Fleisch eindeutig nicht vorgesehen war.

 



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