Gedanken zum Welttierschutztag

Liebe Mitglieder, Spender, Tierfreunde!
An diesem Tag wird weltweit des heiligen Franz von Assisi, des Schutzpatrons der Tiere, des Rufers in der Wüste, gedacht. Nicht nur am 4.Oktober, sondern den ganzen Monat wird besonders intensiv über das Wohl und Wehe der Tiere dieser Welt berichtet.
Leider ist es mehr das Leid der Tiere,das uns beschäftigt, aber diese Aufklärungsarbeit ist wichtig, wenn wir den Tieren helfen wollen. Vom Schönreden ist noch keinem Tier geholfen worden.
Ich weiß, dass Sie, liebe Tierfreunde nichts darüber lesen und es auch nicht wissen wollen, doch schauen Sie bitte nicht weg, verschließen Sie nicht Ihre Augen vor den harten
Tatsachen.
Es genügt nicht, sein eigenes Tier zu lieben. Die einzige Chance, liebe Tierfreunde, liegt in Ihrem Wissen, und Ihrer Mithilfe, denn nur eine große Gemeinsamkeit kann etwas bewegen.
Wissen ist Macht.
Wohl können wir mit Stolz sagen, dass in Österreich dank unserer Arbeit einiges bewegt wurde, manches zum Besseren und einiges zum Guten. Vor allem hat doch allgemein eine
gewisse Bewusstseinsänderung zuGunsten des Schutzes der Tiere stattgefunden.
Aber immer wieder kommen Rückschläge, welche die hart erkämpften Fortschritte wieder in
Frage stellen oder reduzieren.Was mich betrifft, so empfinde ich daher bei diesen Erfolgen keine richtige Befriedigung, zu groß war und ist der stete Kampf, zu groß sind die
Intrigen und eigenen Opfer, oft bis zur Selbstaufgabe.
In meinen seltenen Ruhepausen stelle ich mir manchmal die Frage, ob dieser Preis nicht zu hoch war. Doch angesichts des oft unfassbaren Leidens der Tiere und meines Wissens darüber, ist wegschauen nicht mehr möglich, es würde eine Mitschuld bedeuten, es gibt kein zurück.
DER WEG IST DAS ZIEL.
Immerhin erlebe ich auch die schönen und positiven Seiten unserer Tierschutzarbeit:
Ein erfolgreiches Volksbegehren, welches letztlich zu einem bundeseinheitlichen
Tierschutzgesetz geführt hat; Das Tiertransportgesetz, woran ich auch maßgeblich mitarbeiten durfte - leider wird es nicht vollzogen, aber die Hoffnung lebt; Die Abschaffung
der Batteriehaltung für Legehühner sollte heuer endlich Gültigkeit erlangen.
Viele weitere Gesetzesänderungen zum Schutz der Tiere – vieles noch in der Theorie und leider noch nicht umgesetzt. Ich konnte unzähligen Tieren wieder das Vertrauen in uns
Menschen zurückgeben, ihre Gesundheit wieder herstellen, ihnen ein neues Zuhause geben und Freude bereiten für Mensch und Tier.
Es gehört zu meinen schönsten Erlebnissen, wenn am Welttierschutztag treue Tierfreunde mit
ihren vormals unvermittelbaren, oft schwierigen und nunmehr in die Familie integrierten Hunden zu Besuch kamen – glückliche Menschen – glückliche Hunde.
Es hat sich doch gelohnt, denn.
„Sehet, sie leben, sie leben!”
Ihre
Lucie Loubé


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