Wir sitzen alle im selben Boot...

Liebe Mitglieder, Spender, Tierfreunde!

Mit viel Optimismus und großen Erwartungen haben wir unsere Tätigkeit für das Jahr 2010 begonnen, aber schon in den ersten drei Monaten, wurden wir leider eines Besseren belehrt.

Wir waren der irrigen Meinung, dass unsere Politiker anlässlich der bevorstehenden Wahlen in einigen Bundesländern, wie auch in Wien, endlich Stellung beziehen würden, zu immer wieder neu auftretenden und daher äußerst wichtigen Problemen des Tierschutzes.

Ich meine jetzt nicht das leidige Thema Hunde, Katzen, Kleintiere etc., die leider oft ein hartes, unverdientes Schicksal erdulden, aber durch ein zwar verbesserungsbedürftiges Tierschutzgesetz, immerhin eine Chance auf ein besseres Leben haben. Alle diese Tiere liegen mir sehr am Herzen.

Heute aber breche ich eine Lanze für jene Tiere, die als "Nutztiere" bezeichnet werden, aber zumeist ein erbarmungswürdiges Dasein fristen, welches nur noch durch die langen Transporte und den Leidensweg zum Schlachthof übertroffen werden kann - die ärmsten der Armen.

Ich möchte Ihnen, liebe Freunde, die Schilderung darüber ersparen. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nun hätten endlich die neuen gesetzlichen Bestimmungen für "Nutzvieh" in Kraft treten sollen, aber wieder wollen die Landwirtschaftskammern, mit dem Argument der höheren Kosten und der dadurch entstehenden Wettbewerbsverzerrung, die neuen gesetzlichen Bestimmungen, die einige Verbesserungen für die Nutztiere bringen sollten, trotz der langen Übergangsfristen und der Ausnahmebestimmungen, nicht fristgerecht umsetzen.

Was soll´s, es ist nur ein "Nutzvieh" zum "Produkt" degradiert, als Billigware für die Regale der Großhandelsketten, geopfert der heiligen Kuh Marktwirtschaft.

Es tut mir in der Seele weh, dass gerade ich es bin, die über die Fleischbeschaffung als Nahrungsmittel berichtet, da ich die Problematik darüber für mich schon seit vielen Jahren gelöst habe. Ich esse kein Fleisch mehr.

Falls Sie, liebe Tierfreunde und Konsumenten aber dennoch das Bedürfnis nach dem Fleischgenuss haben, es liegt ganz allein in Ihrer Hand, für welches "Produkt" Sie sich entscheiden, denn:

Ihre Nachfrage regelt das Angebot!

Kaufen Sie nur ihr "Produkt" mit dem österreichischen Gütesiegel, überzeugen Sie sich aber, ob die Produktdeklaration richtig ist. Das kostet zwar ein wenig mehr, aber es lohnt sich! Einmal kein Fleisch und der Mehrpreis ist eingespart.

Sie leisten damit sich, Ihrer Familie und deren Gesundheit einen großen Dienst und schenken den Tieren ein wenig besseres Leben. Sie ersparen ihnen die langen Transportwege und erreichen eine geringere Belastung für die Umwelt und damit ein besseres Klima für uns alle!

Achtung, es gibt das Gütesiegel betreffend, ein großes Verwirrspiel, es wird aber schwer zu knacken sein, da sehr viele Mogelsiegel und andere Markenzeichen, die ungenügende und bedeutungslose Regelungen beinhalten, im Umlauf sind. Daher die große Preisfrage: Wo ist "Österreich (AUSTRIA)" wirklich drinnen, inklusive der "Ware Tier"?

Wer weiß es, wen kann man fragen? Ist es vielleicht die AMA und ist diese auch ein Garant für die Einhaltung der bestehenden Tierschutzgesetze?!

Hier wäre die Politik gefragt, die weiß es offensichtlich auch nicht. Eine sehr wichtige Frage auch für die Konsumenten. Für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt, hier schließt sich der Kreis:

Denn wir sitzen alle im selben Boot?

Damit es auch weiterhin für alle heißen kann:

Sehet, ich lebe, ich lebe!

Ihre


Lucie Loubé



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