Wissenswertes über die Jagd

Jagdgesetz


Immer mehr Grundstückseigentümer haben in verschiedenen europäischen Staaten damit begonnen, sich gegen die Jagd auf ihren Grundstücken zur Wehr zu setzen.

Der europäische Gerichtshof hat bereits im Fall von Frankreich und Luxemburg gegen eine Zwangsbejagung entschieden.

Auch ein deutscher Grundstückseigentümer ist bis vor den Europäischen Gerichtshof gezogen, weil er nicht will, dass die Jäger ausgerechnet auf seinem Grundstück jagen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat diese Beschwerde angenommen. Mit einer Entscheidung kann unter Umständen noch in diesem Jahr gerechnet werden.

Vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte will aber die Jägerschaft nichts wissen. Denn das höchste europäische Gericht hat ja bereits im Fall von Frankreich und Luxemburg entschieden, dass es gleich gegen mehrere Menschenrechte verstößt, wenn ein Grundstückseigentümer die Jagd auf seinem Eigentum entgegen seiner eigenen Gewissensentscheidung dulden muss.

Sowohl in Österreich als auch in Deutschland gehen viele Elemente des Jagdrechtes in seinen Grundzügen auf das Reichjagdgesetz von 1934 zurück. Veranlasst hat dieses Gesetz Hermann Göring, Hitlers Reichsjägermeister. Das Relikt aus dieser Zeit sollte endlich geändert werden.

Jagd – ein vom Gesetzgeber unangetastetes blutiges Hobby.

Die Rolle des Jägers als „aktiver Naturschützer” ist wissenschaftlich längst widerlegt.

Doch spielen diese wissenschaftlichen Erkenntnisse bei der Jagd keine Rolle. Sie ist ein vom Gesetzgeber unangetastetes Hobby, bei dem der Trophäenkult, das gesellschaftliche Erlebnis, der Spaß am Umgang mit Waffen, die Lust am Töten und das damit verbundene Ausleben von Machtgefühlen im Vordergrund stehen.



Leider immer wieder aktuell, Katzen werden Opfer von Jägern.


Vor Kurzem wurde wieder im Fernsehen berichtet, dass eine Freigängerkatze von einem Jäger mit dem Schrotgewehr angeschossen wurde. Das ist leider kein Einzelfall, denn laut Jagdgesetz werden Katzen, die sich mehr als 300m von bewohnten Häusern entfernt aufhalten, als „Raubzeug” bezeichnet. Die Jäger argumentieren, dass dann laut Jagdgesetz gejagt werden darf, sogar muss. Das gleiche kann auch mit Ihrem Hund passieren.

Jeder kann sich ein Urteil über das Jagdgesetz bilden, daher unser nachdrücklicher Wunsch über ein Verbot des Abschusses von Hunden und Katzen.



Tollwut beim Fuchs


In der ORF Sendung „Sommerzeit” wurde am 20.7.2010 sehr ausführlich darüber berichtet. Walter Arnold, Professor für Wildbiologie berichtete, dass die Tollwut – ein bekannter Grund für die totale Bejagung der Füchse – bedingt durch die Auslegung der Impfköder jetzt nicht mehr auftritt.

Die Tiere zeigen auch in der Nähe von Menschen keine Angst mehr, was früher als Zeichen der Tollwuterkrankung angesehen wurde.



Bärenjagd


Obwohl Bären in Österreich streng geschützt sind, werden diese immer rücksichtslos von trophäengierigen Jägern illegal abgeschossen.

Noch vor 10 Jahren haben in den nördlichen Kalkalpen und in Kärnten über 30 Bären gewohnt. Jetzt sind offensichtlich diese Bären bis auf zwei verschwunden. Man vermutet als Ursache die Jägerschaft und tatsächlich wurde ein Jäger aus Lilienfeld in NÖ durch einen Gentest als Täter überführt. Auch bei einem Jäger aus Kärnten konnten DNA Spuren eines Bären sichergestellt werden.

Auch um potentielle weitere Täter abzuschrecken, sollte bei allen überführten Bärentötern eine möglichst harte Bestrafung (drei Jahre Strafrahmen für Wilderei §138 StGB), sowie der Entzug des Jagdscheins und ein Waffenverbot ausgesprochen werden.



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