Inferno im Golf von Mexiko

Die Nachrichten von der Ölkatastrophe im mexikanischen Golf waren an Grausamkeit und Grauenhaftigkeit schon kaum zu überbieten, dennoch gab es noch folgende Steigerung.

US-TierschützerInnen klagten, dass beim Abfackeln des Ölteppichs Meeresschildkröten einen qualvollen Verbrennungstod erlitten, da der Golf von Mexiko der Lebensraum von zahlreichen seltenen Wasserschildkröten ist. Diese wurden von den an sich wichtigen Plastikbarrieren eingefangen, die das Öl daran hindern sollten, sich weiter im Meer auszubreiten. Beim Abfackeln des Öls wurde keinerlei Rücksicht auf die darin befindlichen Tiere genommen. Hunderte Schildkröten, die sich nicht aus ihrem Gefängnis befreien konnten, wurden nicht geborgen, sondern einfach mit verbrannt.

Auch unter der Ozeanoberfläche und am Strand zeigten sich Bilder des Grauens. Massen toter Krabben lagen in der Brandung, am Strand - Berge verwester Fische. Sauerstoffmangel ist für das Absterben der Meeresfauna verantwortlich.

Damals wurden alle von der Ölkatastrophe betroffenen Küsten von Polizei und Militär für Tierschützer und Journalisten gesperrt, sodass kein Zutritt möglich war.

Auch BP untersagte HelferInnen ihre Einsätze. Tiere zu retten wurde also verhindert. Tierschützer sollten beim Tanken daran denken und BP meiden, die durch ihre Leichtfertigkeit diese Umweltkatastrophe und das damit verbundene Tierleid herbeigeführt hat.



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