Genmanipulierte Tiere, Turbolachs

In den USA plant ein Unternehmen die Markteinführung gentechnisch veränderter Lachse.

Im Labor wurde das Wachstumshormon-Gen des pazifischen Lachses in die DNA des atlantischen Lachses eingesetzt. Dieser genmanipulierte Lachs kann so auch im Winter Wachstumshormone produzieren und wächst daher das ganze Jahr. Sie werden sechs Mal schwerer als ein natürlicher Lachs und erreichen ihre volle Größe schneller als die natürlichen Artgenossen. Die Turbolachse sind bereits nach achtzehn Monaten und nicht erst nach drei Jahren geschlechtsreif. Außerdem ist er resistenter gegenüber Krankheiten und Temperaturveränderungen.

Aufgrund der großen Nachfrage hat die EU eine Studie mitfinanziert, die sich mit den Risiken des transgenen Lachses beschäftigt. Dieses Ergebnis wurde vor kurzem veröffentlicht. Wenn der Turbolachs den Züchtern entkommt, befürchten die Experten eine Gefahr für die natürliche Lachspopulation.

Genetisch veränderte Fische sollen deshalb ausschließlich in geschlossenen Systemen im Binnenland gezüchtet werden. Doch die mögliche Auswirkung auf die Umwelt ist nicht das einzige Manko der „Turbolachse”. Umweltgifte, gegen die der gentechnisch veränderte Lachs resistent ist, werden im Körper angesammelt und später vom Konsumenten verzehrt. Außerdem werden im Bericht auch Bedenken bezüglich der Wachstumshormone geäußert, denn diese Hormone können negative Auswirkungen auf Menschen haben.

Nach neuesten Meldungen sollen aus einem Aufzuchtbecken in Norwegen etliche Turbolachse entkommen sein. Fischern und Anglern werden Höchstpreise für das Fangen dieser Lachse versprochen. Wir Konsumenten sollten uns nicht durch das Argument der günstigen Preise täuschen lassen und den Erwerb von genmanipulierten Produkten aufgrund der unbekannten eventuellen negativen Langzeiteinflüssen meiden.

Trotz des großen Widerstandes gegen gentechnisch veränderte Pflanzen wie Mais, Soja oder Tomaten arbeiten Forscher an der Veränderung des Erbgutes von Wirbeltieren wie Hühner, Schweine, Rinder...

Wir werden weiter im Tier und Wir darüber berichten.



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