Importeier überfluten Österreich

Immer mehr Eier werden aus dem Ausland eingeführt. Grund ist das seit 2009 geltende Verbot der Käfighaltung bei Legehennen in Österreich.

Seit Anfang des Vorjahres gilt hierzulande das Verbot der Käfighaltung bei Legehennen, das auch ab 2012 in der gesamten EU in Kraft treten wird. Das vorzeitige Verbot der Käfighaltung in Österreich hat aber zu einer drastischen Erhöhung der Importzahlen geführt. Die Importe nach Österreich stiegen 2009 laut Statistik Austria um rund 30 Prozent auf 393 Mio. Eier.

Die Umstellung der Betriebe habe nach Auskunft der Arbeitsgemeinschaft der Geflügelwirtschaft länger gedauert und daher zu mehr Importen geführt. Die Gastronomie und die Nahrungsmittelindustrie verwenden oft noch Käfigeier aus dem Ausland. Alle, außer der Wirtschaftskammer, unterstützen eine Kennzeichnungspflicht.

Eine große Menge wurde aus Ländern importiert, in denen Käfighaltung noch erlaubt ist: Unter anderem rund 25 Mio. Eier aus Spanien und 20 Mio. aus der Slowakei.

Seit kurzem gibt es auch eine AMA Kennzeichnung, aus welcher Legehennenhaltung Flüssigeier kommen. Damit kann die Nahrungsmittelindustrie auch deklarieren, welche Eier in diesen Produkten verwendet wurden.

Obwohl ab 2012 in der EU die Käfighaltung verboten sein wird, ist zu befürchten, dass sich einige Länder trotz angedrohter Strafen nicht an das Verbot halten werden.

Leider gibt es auch in Österreich schwarze Schafe, die trotz des in Kraft gesetzten Verbotes die Käfighaltung nicht fristgerecht beendet haben.

Wir fordern daher eine verpflichtende Kennzeichnung, aus welcher Haltung die verarbeiteten Eier stammen, damit wir nicht ungewollt Käfigeier in Fertigprodukten verzehren müssen.



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