Singvogelfang unter dem Deckmantel Brauchtum

Gimpel, Zeisig, Kreuzschnabel und Stieglitz werden von September bis November zunächst mit Netzen und kleinen Klappfallen gefangen, was bei den kleinen Wildvögeln nicht nur zu Verletzungen führt, sondern natürlich immer auch mit Panik und Todesangst verbunden ist.

In winzigen Käfigen werden sie in der Adventszeit öffentlich ausgestellt – oft in lauten Gasthäusern und unter großem Menschenandrang. Eine widerliche zur Schau Stellung gequälter Vögel.

Viele Tiere werden von den Fängern als Lockvögel behalten. Die Überzähligen werden nach monatelanger Qual frei gelassen. Viele Vögel haben jedoch während der Gefangenschaft ihre Fähigkeit zur natürlichen Nahrungssuche verlernt und sterben nach kurzer Zeit.

Die „Vogelfänger” versuchen ihre Tätigkeit als Brauchtum und Kulturerbe zu begründen. Dies stammt aus Zeiten, wo Tiere als Volksbelustigung gedient haben. Der heutige moderne Mensch sollte sich von diesen entwürdigenden Tierquälereien distanzieren und seine brachliegenden Aktivitäten für sinnsinnvolle, der Umwelt dienende Arbeiten einsetzen.

Protestieren Sie gegen diese Tierquälerei und schreiben Sie Leserbriefe an die Zeitungen.

Bitte wenden Sie sich an folgende Personen:

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
Amt der OÖ. Landesregierung
Landhausplatz 1
4021 Linz
Email: lh.puehringer@ooe.gv.at

Landesrat Dr. Hermann Kepplinger
Tierschutzbeauftragter für das Land Oberösterreich
Email: lr.kepplinger@ooe.gv.at



EU - Vogelschutzrichtlinie


In Österreich steht es mit dem Vogelschutz nicht zum Besten. Nicht umsonst hat der EuGH Österreich verurteilt, da die Vogelschutzrichtlinien nicht ordnungsgemäß umgesetzt wurden. Vogelschutzgebiete sind nicht korrekt nach ornithologischen Kriterien abgegrenzt. Die rechtliche Absicherung der Schutzgebiete zur Erhaltung der Lebensräume wildlebender Tiere und Pflanzen wurden nicht ordnungsgemäß vorgenommen.

In mehreren Bundesländern wurden diverse Tiere wie Elster, Eichelhäher, Kolkrabe, Rabe, Nebelkrähe, Star und Haussperling vom Schutz, wie in der Vogelschutzrichtlinie gefordert, ausgenommen.

Auch hier sollte die Politik rasch reagieren und die gemäß der EURichtlinie geforderten strengeren Vorschriften für die Erhaltung der Lebensräume der wildlebenden Tiere und Pflanzen umsetzen.



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