Bedeutung der Tiere in den Konfessionen

In letzter Zeit wurde von einigen Mitgliedern die Frage an uns gerichtet, welchen Stellenwert Tiere - unsere Mitgeschöpfe - in den verschiedenen Konfessionen einnehmen.

Wir haben dieses Thema gerne aufgegriffen, da von den meisten Religionsgründern ethisch moralische Wertvorstellungen für die Beziehung Mensch - Tier festgelegt wurden. Wie haben die Menschen diese Vorgaben ausgelegt und verändert? Da die christlichen Konfessionen das Weihnachtsfest - die Geburt von Jesus - feiern, beginnen wir mit:

Teil 1: Gedanken zur bevorstehenden Weihnachtszeit


Schon im Alten Testament sind Regeln zu finden, wie sich die Menschen ernähren sollten.

Genesis 1: "Seht, ich gebe euch alles Kraut, das Samen trägt auf der ganzen Erde und alle Bäume, an denen samenhältige Früchte sind, das soll eure Speise sein."

Gott gab also klare Anweisungen, aber schon zu dieser Zeit war die Menschheit nicht gewillt, diese Regeln einzuhalten, sodass diese abgeändert wurden.

Im Kapitel 5 des Matthäus - Evangeliums ist folgender Ausspruch von Jesus zu lesen: Ihr habt gehört, dass den Urvätern gesagt wurde: "Du sollst nicht töten!"

Hier wird nicht weiter erläutert, dass auch das Töten der Tiere gemeint sein kann. Eine genauere Definition des "Du sollst nicht töten" ist im Friedensevangelium der Essener (Das Friedensevangelium der Essener, Buch 1, Dr. Ed. B. Székely, Verlag Bruno Martin) zu finden:

Gott sagte: "Du sollst nicht töten", Jesus aber sagte: "Tötet weder Mensch noch Tier, denn Leben wird allen von Gott gegeben und das, was Gott gegeben hat, darf der Mensch nicht wegnehmen". Weiters wird darin angeführt, dass das Fleisch und Blut der Tiere nicht gegessen werden soll.

Diese Aussage entspricht viel eher dem Wort von Jesus, da ja seine in den Evangelien beschriebene Lehre auf der Liebe aufbaut.

Es ist unverständlich, warum sich die Auslegung der Bibel von der Liebeslehre Jesus soweit entfernt hat, dass Tiere nur mehr dazu ausersehen sind, als Sache dem Menschen zu dienen und auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Wie man weiß, werden wegen der Profitgier vieler Menschen die Tiere unter meist schrecklichen Bedingungen gezüchtet, lange transportiert und dann getötet.

Uns allen, aber besonders den Tierfreunden, sollte daher der oben erwähnte Ausspruch von Jesus aus dem Friedensevangelium Vorbild sein. Es sollte uns bewusst sein, dass wir die Tier- und Pflanzenwelt nicht weiter so ausbeuten und quälen sollten. Fleischkonsum sollte aus ethisch-moralischen Gründen vermieden werden.

Die "Krönung der Schöpfung - der Mensch" sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein und nicht nach dem Prinzip der meisten Tiere leben: "Fressen und gefressen werden".

Dabei dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass die größten und stärksten Tiere auf der Erde bekanntlich Vegetarier sind.



Bookmark and Share Webdesign & CMS by Styriaweb