Bienensterben

Unsere gesamte Nahrungskette ist in Gefahr, da Milliarden von Bienen lautlos sterben, wir haben bereits mehrmals darüber berichtet.

Bienen liefern uns nicht nur Honig, was jedoch viel wichtiger ist, sie sind von großer Bedeutung für das Leben auf der Erde. Die Blüten der Pflanzen werden von ihnen bestäubt und daher sind sie besonders wichtig für unsere Lebensmittelversorgung. Wir dürfen keine Zeit verlieren, um die für die Natur und die Menschheit so wichtigen Bienenvölker vor der totalen Ausrottung zu bewahren. Es könnte sonst am Ende heißen: keine Früchte, kein Gemüse, kein Getreide etc.! Dabei geht es also nicht nur um die Rettung von Bienen, sondern unser eigenes Überleben ist in Gefahr.

Die vergangenen Jahre zeigten eine steile und bedenkliche Abnahme der Bienenvölker – einige Arten sind mittlerweile ausgestorben. In manchen Regionen der USA sind 90% der Bienenvölker nicht mehr vorhanden.

Wissenschaftler suchten lange nach Antworten. Einige Studien sehen die Ursache in einer Kombination von verschiedenen Faktoren wie z.B. Krankheiten, Parasiten, Lebensraumverlust und toxischen Chemikalien. Doch neue, unabhängige wissenschaftliche Studien kommen zu dem Schluss, dass Pestizide, z.B. der Gruppe der Neonicotinoide, dafür verantwortlich sind.

Ein Verbot dieses Giftes in vier europäischen Ländern führte zu einer Erholung einzelner Bienenvölker. Bienenzüchter und Wissenschaftler in Frankreich, Italien, Slowenien und sogar Deutschland plädieren für ein Verbot der Produkte, welche auf diesen Chemikalien basieren.

Doch der Hersteller dieser Pestizide betreibt aufwändige Lobbyarbeit und exportiert weiterhin dieses Gift in die ganze Welt.

Wir sollten daher unsere empfindliche Nahrungskette nicht mehr der Forschung von Chemieunternehmen anvertrauen, welche die verantwortlichen Politiker und Behörden stark beeinflussen.

Ein EU weites Verbot dieser gefährlichen Produkte wäre ein Schritt näher dem Ziel, eine natürliche Umwelt zu erhalten, sehr zum Wohle für Menschen, aber auch für die uns anvertrauten Tiere und Pflanzen. Lassen wir es nicht zu, dass diese Firmen uns ihre umweltschädlichen Produkte aufzwingen wollen, bekämpfen wir dies bereits im Ansatz.

Die Umweltminister von Frankreich und Italien haben bereits reagiert und diese bienenschädigenden Mittel verboten.

Herr Argrarminister Berlakovic: Wo ist Ihr Protest?

Liebe LeserInnen, bitte protestieren Sie für ein Verbot von bienenschädigenden Pestiziden beim

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Stubenring 1
A-1012 Wien, Österreich

Tel.: (+ 43 1)711 00 - 0
Fax: (+ 43 1)711 00 - 0

E-Mail: office@lebensministerium.at



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