Schüler kastrieren Ferkel

In der landwirtschaftlichen Fachschule in Hatzendorf haben Schüler (die natürlich Laien sind) zu Schulungszwecken, zwar unter Aufsicht, aber ohne jegliche  Betäubung Ferkel selbst kastriert.

„Das ist gesetzlich erlaubt”, erklärte der Direktor der Schule. "Ca. 200 Ferkel werden pro Jahr von 16 jährigen Schülern im Rahmen der landwirtschaftlichen Ausbildung kastriert."

Dies ist natürlich bedenklich, denn die Schulen sollten mit gutem Beispiel vorangehen und die Kastration schon längst mit Betäubung durchführen!

„Die meisten tun es”
, sagte der zuständige Landesschulinspektor. Aufgrund von Protestschreiben hat der Landesschulinspektor vernünftig reagiert, denn Ferkel dürfen ab sofort nur mehr mit Betäubung kastriert werden.

Längst ist auch wissenschaftlich erwiesen, dass selbst neugeborene Tiere selbstverständlich Schmerzen verspüren - diverse Länder wie Norwegen oder die Schweiz haben daher Eingriffe ohne Schmerzausschaltung längst verboten. In Österreich ist aber die betäubungslose Kastration der Ferkel, die nicht älter als 7 Tage sind, erlaubt.

Die Tierschützer und Veterinäre kämpfen schon lange für die Betäubung bei Kastrationen durch Tierärzte. In Österreich werden diese aber von den Landwirten selbst vorgenommen. Wer überprüft dann, ob das Geld für die Betäubung nicht einfach eingespart wird? Die Kastration ist ja nicht der einzige schmerzhafte Eingriff bei Ferkel, die nicht älter als sieben Tage sind. In diesem Zeitraum können ohne Betäubung Schwänze kupiert und die Eckzähne verkürzt werden. Das zeigt schon, wie reformbedürftig die heutige Massentierhaltung ist. Auch hier sollten wir uns an den Bundesminister wenden, damit das Tierschutzgesetz und seine Verordnungen so abgeändert werden, dass diese Eingriffe nur unter fachmännisch ausgeführter Betäubung durchgeführt werden dürfen.

Liebe LeserInnen, bitte schreiben Sie an den Minister, dass die Verordnungen zum Tierschutzgesetz entsprechend geändert werden sollen.

Bundesminister Stöger,
Bundesministerium für Gesundheit
Radetzkystraße 2
1030 Wien
Tel. +43-1/711 00-0
Fax +43-1/711 00-14300



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